Im Laufe des Jahres 1998 fanden im Auzelg drei Forumsveranstaltungen
statt, initiiert von der Fachstelle für Stadtentwicklung. Wir Auzelger/-innen konnten unsere
Wünsche und Befürchtungen im Zusammenhang mit der neuen Überbauung an der Auwiesenstrasse zum
Ausdruck bringen und gemeinsam nach Lösungen für uns schon länger auf dem Magen liegende Probleme
suchen. Eines der Anliegen der Eltern von Kleinkindern, nämlich Familienleben und Beruf unter
einen Hut zu bringen, konnte bis jetzt nicht nur im Auzelg, sondern in der ganzen Stadt Zürich,
nur schwer erfüllt werden. Da der Stadt aber das Geld fehlt, ihr eigenes Angebot an Kinderkrippen
auszubauen, fördert sie seit 1998 private Initiativen.
Anfang November setzte sich daher eine Gruppe von Auzelger Müttern mit Ueli Troxler von der
Gemeinwesenarbeit Zürich-Nord zusammen, um die Bedürfnisse der Eltern von Kleinkindern abzuklären
und eine massgeschneiderte Lösung für unser Quartier zu suchen. Bald stellte sich heraus, dass
viele Eltern einen Tagesplatz für ihr Kind suchen, hingegen kaum eine Tagesmutter zu finden war.
Es war uns daher bald klar, dass die ideale Lösung "Krippe" hiess und im Februar fand die erste
Besprechung statt mit Sergio Tassinari vom Sozialdepartement Zürich, der uns von da an in allen
rechtlichen und praktischen Fragen im Zusammenhang mit dieser Gründung sehr engagiert und
zuverlässig beraten hat.
Im März 1999 wurde unsere Arbeitsgruppe in den Verein Kinderkrippe Auzelg umstrukturiert, neue
Mitglieder kamen dazu, wir erarbeiteten ein Konzept, Sicherheits- und Hygienevorschriften,
Stellenbeschreibungen, Verträge etc. für unsere zukünftigen Krippenleiterinnen. Das grösste
Problem aber war die Suche nach einem geeigneten Standort für die Krippe, die unterdessen,
dank einem Ideenwettbewerb im Quartier, bereits "Villa Kunterbunt" hiess. Mitte Juni erhielten
wir die Zusage der Stiftung für kinderreiche Familien, uns ein 5 ½-Zimmerhaus direkt am grossen
Spielplatz zur Verfügung zu stellen. Nun aber begann der grösste Teil unserer Arbeit: Wir stellten
zwei Kleinkinderzieherinnen ein und organisierten die Einrichtung und vor allem die Beschaffung
der finanziellen Mittel. Ein Starthilfebeitrag in der Höhe von CHF 15'000.- wurde uns vom
Krippenfond der ev.-ref. Kirchgemeinden Schwamendingen zugesprochen und weitere grössere und
kleinere Spenden erleichterten uns die Anfangsphase. Die einzelnen Krippenplätze werden vom
Sozialdepartement "mitfinanziert", d.h. die Eltern bezahlen ihre Beiträge gemäss ihrem Einkommen.
Am 1. November 1999 konnten wir planmässig den regulären Krippenbetrieb im Auzelg 29 aufnehmen,
vor allem Dank der ausserordentlichen Hilfe der Stiftung für kinderreiche Familien und des
Hochbauamtes der Stadt Zürich, die uns kurzfristig ein Provisorium bis Oktober 2000 gleich
gegenüber unseres definitiven Heims einrichteten, da sich der Umbau unerwartet verzögerte.
Sobald wir in "unserem" definitiven Zuhause eingerichtet sind, werden wir nicht nur alle
Bewohner des Auzelgs, sondern alle interessierten Schwamendinger einladen, die Krippe einmal
persönlich zu besichtigen.
Im Moment werden 30 Kinder betreut, ab Januar haben wir noch einige wenige Teilzeitplätze
anzubieten. Die Betriebsbewilligung erlaubt uns zwar, im neuen Haus 20 Kinder aufzunehmen,
wir werden aber nur im Notfall diese Limite ausschöpfen und normalerweise 18 Ganztagesplätze
anbieten.
Da wir trotz grosszügiger Sponsoren haushälterisch mit unseren Mitteln umgehen
müssen, sind wir
ausserordentlich dankbar um weitere Spenden in Form von z.B. Bastelmaterial, guterhaltenen
Spielsachen oder natürlich direkter finanzieller Unterstützung auf unser PC-Konto 87-691762-5.
Der Zweck des Vereins ist die Führung einer oder mehrer Kindertagesstätte(n) in Zürich.
Diese Kindertagesstätten sollen Kindern ab 3 Monaten bis und mit Kindergartenalter eine pädagogisch gute familienergänzende Betreuung während des Tages bieten. Das heisst:
- Die Kindertagesstätte soll Kinder aufnehmen, deren Eltern bzw. Mütter/Väter sich aus irgendwelchen Gründen nicht vollumfänglich der Kinderbetreuung widmen können.
- Die Kindertagesstätte steht allen Kindern offen. Die Aufnahme erfolgt unabhängig von Herkunft, Konfession, Nationalität und Einkommensverhältnissen.
Der Verein verfolgt keine kommerziellen Zwecke und erstrebt keinen Gewinn.
Die Mitgliedschaft steht allen Personen und Körperschaften offen, welche die Ziele und Interessen des Vereins unterstützen wollen und die den Jahresbeitrag bezahlen. Alle Mitglieder bezahlen einen festen Jahresbeitrag, der von der Mitgliederversammlung festgelegt wird.
Der Mitgliederbeitrag pro Jahr beträgt CHF 30.--.
Als Vereinsmitglieder können die Eltern daher an der jährlich stattfindenden Vereinsversammlung teilnehmen und ihr Stimmrecht geltend machen.
Der Vorstand setzt sich im Moment wie folgt zusammen:
- Mariano Turi, Co-Präsidium
- Regula Gmür, Co-Präsidium,
Geschäftsleitung
- Roland Keller, Quästor
- Karin Boudebbouz, Aktuarin
- Evelyn Schmid, Beisitzerin
-
Rifadije Hajdari, Beisitzerin